In der vergangenen Woche konnte seit längerem mal wieder eine positive Tendenz beim Gold gesehen werden. Zu Wochenbeginn verbilligte sich das edle Metall noch auf 1.182 USD je Unze, notiert aber heute schon wieder mit 1.243 über 60 USD höher.

Auch der bekannte und renommierte Börsenexperte Marc Faber, der Autor des Gloom, Boom & Doom Report äußerte sich positiv im Interview mit Guidants, indem er sagte: "Gold könnte einen temporären Boden ausbilden. Die Edelmetalle Gold, Silber, Platin und Palladium sind unwahrscheinlich überverkauft und das Investor-Sentiment ist sehr, sehr negativ und normalerweise, wenn a) ein Rohstoff überverkauft ist und das Sentiment sehr negativ ist bedeutet das, dass wir in der Nähe eines temporären Tiefs sein werden."

Zuletzt konnte sich der Goldpreis aufgrund des Mitschnitts der letzten Offenmarktausschuss Sitzung der US-Notenbank erholen. So sehen die Experten von einigen Ausschüssen die Stärke des US-Dollars als Gefahr für die Exportwirtschaft des Landes. Auch müsse die Schwäche der Weltwirtschaft bei der Festlegung der zukünftigen Geldpolitik mit ins Kalkül gezogen werden, forderten andere Ausschussmitglieder. Die Märkte interpretieren das so, dass die US-Notenbank sich länger Zeit lassen könnte, bevor sie die Leitzinsen das erste Mal anhebt.

Die großen Spekulanten zeigen sich noch relativ gelassen, indem sie ihre Long-Position auf Gold erhöht haben. Die Short-Position hingegen stieg im Vergleich nur mäßig. Einige Marktbeobachter sehen dieses Verhalten seit einigen Wochen. Selbst der Rutsch unter 1.200 USD pro Unze in der Vorwoche hat die Spekulanten nicht aus der Ruhe gebracht und sie haben ihre Vergleichsweise hohen Long-Positionen gehalten, bzw. sogar aufgestockt. Der Goldpreis konnte ein Kaufsignal im MACD generieren und es könnte nun eine für die meisten Marktteilnehmer überraschende Trendwende nach oben stattfinden.

Fazit:
Seitdem Gold unter die 1.200 USD Marke gefallen ist und anschließend ganz knapp über dem wichtigen Tief bei 1.180 USD nach oben gedreht hat, ist die Stimmung weiterhin zurückhaltend. Das ist sehr spannend, da wichtige Tiefs im Markt meist dann entstehen, wenn niemand mehr daran glaubt. Die erste Erholung vom Tief, in unserem Fall 1.183 USD, laufen dann ohne die breite Masse ab.
Aktuell stehen viele Anleger an der Seitenlinie und beobachten mit Verwunderung die Bewegung beim Gold. Das Tief hat bislang gehalten und während die Standardaktienmärkte nachgeben, legt Gold zu. Aus unserer Sicht wird die aktuelle Erholung nur als Gegenbewegung abgetan und nicht ernst genommen. Interessant wird es allerdings dann, wenn die Bewegung an Stärke gewinnt und Gold vielleicht sogar über 1.250 USD steigt. Dann könnten viele Anleger – vor allem Institutionelle – reagieren und einsteigen.

Viele Grüße
Ihr Jörg Schulte

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