Mehrheit der Deutschen will Denkmäler in Originalfarbigkeit

In Deutschland gibt es rund eine dreiviertel Million Baudenkmäler aus allen Epochen. Bei vielen von ihnen ist die farbige Außengestaltung Ausdruck ihrer Individualität oder prägend für eine bestimmte architekturhistorische Zeit. Den Bundesbürgern ist bewusst, dass die Original-Farbigkeit der Denkmäler mitentscheidend für die Authentizität der entsprechenden Gebäude ist. Jeder Zweite wünscht, dass die Denkmäler in ihrer ursprünglichen Farbigkeit erhalten bleiben beziehungsweise restauriert werden. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern im Alter ab 16 Jahren im Auftrag des Deutschen Lackinstituts (DLI).

50 Prozent der Bundebürger möchten die Baudenkmäler in Deutschland in ihrer ursprünglichen Farbigkeit sehen, das heißt, in der ältesten bekannten Farbwelt. 34 Prozent würden die Farbigkeit im Einzelfall von der Gestaltung der Umgebung abhängig machen und 13 Prozent könnten sich bei einer Renovierung eine Farbigkeit an Baudenkmälern vorstellen, die sich an einem modernen Farbspektrum orientiert. „Dass die Hälfte der Befragten sich bei einer anstehenden Renovierung eines Denkmals für die Wahl der ältesten bekannten Farbgebung ausspricht, zeigt, dass die Menschen hierzulande wissen, welch entscheidende Rolle die Farbigkeit für den Charakter eines Baudenkmals spielt“, erklärt Michael Bross, Geschäftsführer des Deutschen Lackinstituts in Frankfurt. „Denn tatsächlich ist die Farbigkeit von Baudenkmälern verschiedener Epochen häufig Ausdruck wirtschaftlicher und politischer Macht, von sozialem Ansehen oder architektonischem beziehungsweise künstlerischem Streben. Damit stellt die Farbigkeit von Baudenkmälern einen maßgeblichen Faktor zur Einordnung der Gebäude in historische Zusammenhänge dar. “

Originalbefunde nicht immer maßgeblich

Auskunft über die historische Farbigkeit der Fassaden sowie der Türen und Fenster geben unter anderem Baurechnungen oder die Untersuchung von Spuren alter Anstriche. „Allerdings muss der älteste Farb-Fund nicht immer der Richtige in denkmalpflegerischer Hinsicht sein“, gibt Bross zu bedenken. „Denn Gebäude werden im Laufe ihres Bestehens mehrfach verändert und weisen häufig mehrere Zeitschichten auf. Deshalb ist immer eine Einzelfallentscheidung zu treffen, die auch den städtebaulichen Kontext berücksichtigt.“ Bei der Wahl der Farben oder des Putzes spielen auch wirtschaftliche Aspekte eine Rolle. Denn die Haltbarkeit beziehungsweise der Wartungsaufwand und die Renovierungszyklen müssen sich auch bei einem Baudenkmal in einem vertretbaren Rahmen bewegen.

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=== Pressekontakt ===

Michael Bross

Deutsches Lackinstitut
Mainzer Landstr. 55
60329
Frankfurt am Main

EMail: lackinstitut@vci.de
Telefon: 069 / 2556-1412

=== Deutsches Lackinstitut ===

Das Deutsche Lackinstitut GmbH (DLI) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der Lackhersteller in Deutschland. Das Institut wurde 1969 gegründet, um die Verbreitung des Wissens um Lack und Lackerzeugnisse, insbesondere ihre Bedeutung auf kulturellem, technischem und wirtschaftlichen Gebiet zu fördern. Das DLI betreibt dazu Markt- und Meinungsforschung, Public Relations sowie Gemeinschaftswerbung und erstellt Gutachten. Wesentliche Tätigkeit ist seit vielen Jahren die Herausgabe von Informationsschriften zu verschiedenen Themen, etwa der Schriftenreihen „Ratgeber Farbe“, „Dokumente zu Lacken und Farben“ oder des Informationsdienstes „Lack im Gespräch“. Mit diesen Medien, aber auch dem Internetauftritt wird eine herstellerunabhängige Verbraucherinformation über Lacke und Farben gewährleistet. Das Deutsche Lackinstitut hat seinen Sitz in Frankfurt am Main.

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