Plumper geht es kaum noch: Dyson-Nachahmer „gewinnt“ Plagiarius 2016

Original oder Fälschung? Häufig sind Plagiate inzwischen zumindest optisch so gut gemacht, dass man dies kaum noch erkennen kann. Wie hoch der Schaden durch Produktpiraterie tatsächlich ist, lässt sich nur schwer beziffern. Eine Studie des Europäischen Patentamtes: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/produktpiraterie-wie-faelschungen-der-wirtschaft-schaden/9798696.html zeigt die Dimensionen: Diese schätzt, dass den Herstellern jährlich 4,7 Billionen Euro Umsatz entgeht, und mahnt, dass alleine in Europa 77 Millionen Arbeitsplätze durch den Diebstahl geistigen Eigentums in Gefahr sind.

Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, wird jährlich der Plagiarius verliehen. In diesem Jahr wird eine dreiste Kopie vom Dyson Air Multiplier im Rahmen der Frankfurter Konsumgütermesse Ambiente mit dem namhaften Negativpreis ausgezeichnet: Der Doppelgänger aus China ist dem Original schamlos nachempfunden. Sogar Verpackung und Bedienungsanleitung wurden eins zu eins kopiert.

Der Dyson Air Multiplier ist der weltweit erste Ventilator ohne Rotorblätter. Das sorgt für einen besonders angenehmen, gleichmäßigen Luftstrom, gleichzeitig sinken Energieverbrauch und Lautstärke. Um die innovative Technologie marktreif zu machen, musste Dyson viel Zeit, Geld und Erfindergeist investieren: Drei Jahre lang haben 650 Ingenieure, Forscher und Designer am Air Multiplier gearbeitet, 290.000 Arbeitsstunden und 10,6 Millionen Euro flossen in die Entwicklung. Mehr als 100 Patente schützen den Aufbau des Geräts. Trotzdem schlagen die Fälscher immer wieder zu: Seit der Markteinführung 2009 sind alleine vom Air Multipier bisher mehr als 100 Plagiate in 20 Ländern aufgetaucht. Exemplarisch wurde nun eine besonders dreiste Fälschung vom britischen Technologieunternehmen beim Plagiarius eingereicht, um gezielt ein Zeichen für den Schutz geistigen Eigentums zu setzen.

Plagiate sind weit verbreitet – und gefährlich

Die Qualität von Nachahmerprodukten ist in der Regel deutlich schlechter als die der Originale. Bei elektrischen Geräten wie dem Air Multiplier wird es deshalb schnell „brandgefährlich“. Aber auch Plagiate von Taschen oder Uhren richten hohe, wirtschaftliche Schäden an. „Plagiate müssen geächtet werden“ betont Unternehmensgründer James Dyson. Dyson Produkte werden dank ihrer Qualität, der großen Nachfrage und ihres markanten Designs immer wieder kopiert. „Hier setzt die Arbeit des Plagiarius an und leistet für die Aufdeckung und Kommunikation von dreisten Produktfälschungen einen unschätzbaren Beitrag. Auf der anderen Seite brauchen die Verbraucher Anhaltspunkte und Orientierung, was gutes Design ausmacht und wo es zu finden ist. Hier setzt die Arbeit des Rat für Formgebung an“, sagte Andrej Kupetz, Hautgeschäftsführer des Rat für Formgebung: http://www.german-design-council.de. Geradezu „plump“ nannte Kupetz in seiner Laudatio das Imitat vom Dyson Air Multiplier.

Anerkannter Schmähpreis für besonders auffällige Kopien

Der Plagiarius wird seit 1977 jährlich an Hersteller und Händler der dreistesten Nachahmungen vergeben. Er rückt die unlauteren Geschäftspraktiken der Markenfälscher ins Rampenlicht und sensibilisiert die Verbraucher für das wachsende Problem der Produktpiraterie. Als Trophäe dient ein schwarzer Zwerg mit goldener Nase, die die immensen Profite der Fälscher veranschaulicht. Alle diesjährigen Einsendungen sind vom 12. bis zum 16. Februar 2016 auf dem Plagiarius-Stand im Foyer der Ambiente zu sehen. Danach wandert die Dyson-Kopie zusammen mit einem Original und allen anderen „Preisträgern“ ins Museum Plagiarius nach Solingen und wird zum Teil der festen Ausstellung: http://www.mynewsdesk.com/de/dyson/events/dyson-ausstellung-krieg-der-patente-im-museum-plagiarius-58814.

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Als Technologie- und Erfinderunternehmen hat es sich Dyson zur Aufgabe gemacht,

Produkte des täglichen Lebens durch neue Ideen zu verbessern. Mit diesem Anspruch revolutionierte Unternehmensgründer James Dyson die seit 1901 praktisch unveränderte Staubsaugertechnologie: Nur ein Dyson Staubsauger verfügt aufgrund der patentierten Zyklonentechnologie über eine konstant hohe Saugkraft.

Seitdem steht der Name Dyson für neuartige Entwicklungen und gehört laut einer Studie der Beratungsgesellschaft Landor zu den fünf agilsten Marken der Welt. Dank seiner beutellosen Bodenstaubsauger und kabellosen Geräte ist Dyson in Deutschland inzwischen zum Marktführer im Bereich der Bodenpflege avanciert. Dyson Airblade Händetrockner trocknen hygienisch und ohne Einsatz von Hitze doppelt so schnell wie herkömmliche Modelle. Basierend auf der Dyson Air Multiplier Technologie erzeugen die Dyson Cool Ventilatoren, der Dyson hot+cool Heizlüfter und der hygienische Dyson Luftbefeuchter ohne Rotorflügel einen gleichmäßigen Luftstrom und sorgen so für ein angenehmes Raumklima. Mit dem Eintritt Jake Dysons, Sohn des Gründers, in die Unternehmensführung gehören nun auch LED-Leuchten zur Produktfamilie.

Heute beschäftigt das Unternehmen mit Sitz im britischen Malmesbury weltweit über 6000 Mitarbeiter, davon mehr als 2000 Ingenieure und Techniker. Dyson hält aktuell etwa 3000 Patente für über 500 Erfindungen und vertreibt seine Innovationen in rund 72 Ländern. Über ein Drittel des Gewinns wird in Forschung, Design und Entwicklung investiert. Damit Dinge auch in Zukunft besser funktionieren.

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