Mit dabei waren Dr. Thomas Gutschlag – CEO von Deutsche Rohstoff AG; Dr. Rainer Ruckteschler, Vice-President von EurAsia Resources Holdings SE und Stan Szary, CEO von Saturn Minerals Inc. Da DER AKTIONÄR bereits unter der Überschrift: "Ölpreis mit erstem Lebenszeichen: Großes Experten-Interview nach dem großen Ausverkauf" über die Meinung der Experten zum Ölmarkt berichtete, haben wir uns auf die Unternehmensseite beschränkt.

Saturn Minerals konnte uns mal wieder überzeugen. Deshalb haben wir uns deren Betätigungsfeld in Saskatchewan einmal genauer angesehen und sind dabei auf sehr viele interessante Informationen gestoßen, die wir Ihnen in zwei Teilen näher bringen möchten. Danach werden Sie verstehen, warum es sich um ein spannendes und interessantes Ölfeld in bester Region handelt.

Saturn Minerals – ein zukünftiger Produzent in einer etwas anderen Ölprovinz (Teil 1)

Saskatchewan kann als die etwas andere Ölprovinz bezeichnet werden. Dort gibt es keine Glaspaläste wie in Calgary, keine Mondlandschaften wie in den Teersandminen von Fort McMurray: Die Ölindustrie in Saskatchewan, Kanadas zweitgrößter Öl- und drittgrößter Erdgasförderregion, ist anders als im benachbarten Alberta – und trotzdem nicht weniger erfolgreich. In der zentralkanadischen Prärieprovinz, die flächenmäßig nahezu doppelt so groß ist wie die Bundesrepublik, lagert fast ein Viertel der konventionellen Ölreserven des Landes. Aktuell werden dort ca. 15 % des kanadischen Erdölaufkommens gewonnen. Im bisherigen Rekordjahr 2013 lag die Förderrate bei rund 487.400 Barrel (bbl) pro Tag, was für die betreffenden Unternehmen einen Umsatz von 14,3 Mrd. CAD bedeutete. Die bislang vorliegenden Zahlen für 2014 lassen allerdings bereits erahnen, dass diese Werte im vergangenen Jahr sogar noch einmal übertroffen werden konnten.

Bereits seit Mitte der 1930er Jahre wird in Saskatchewan Erdgas gefördert. 1943 erfolgte die Entdeckung der ersten kommerziellen Ölquelle. Ab Mitte der 1950er Jahren entwickelte sich die Provinz zu einem überregional bedeutsamen Energierohstoffproduzenten, wobei die Förderung in den 60er Jahren einen ersten Höhepunkt erreichte, im Laufe der 70er Jahre aber wieder etwas abflaute, was u.a. zur Schließung mehrerer Raffinerien führte. In den 90er Jahren stieg die Produktion aufgrund neuer Fördertechniken dann erneut massiv an und konnte sich bis zum Beginn dieses Jahrhunderts sogar mehr als verdoppeln. Danach blieb das Produktionsniveau über ein Jahrzehnt lang relativ konstant, die Entdeckung neuer Vorkommen im Süden der Provinz sorgte jedoch ab 2011 für einen abermaligen Boom, der trotz des Ölpreiseinbruchs der vergangenen Monate bislang noch anzuhalten scheint.

Saskatchewan profitiert im Hinblick auf seinen Energierohstoffreichtum insbesondere von der Lage im sog. ‚Western Canadian Sedimentary Basin‘, einem sich vom Nordosten British Columbias bis in den Südwesten Manitobas erstreckenden Becken, in dem sich im Laufe der Erdgeschichte Milliarden Tonnen organischen Materials absetzten und – abgeschlossen unter Schotter-, Sand- und Tonschichten – in Öl, Gas und Kohle verwandeln konnten. Zudem kommt es im Südosten der Provinz zu einer Überlagerung mit dem ‚Williston Basin‘, einem weiteren bedeutenden Sedimentbecken, das auch Teile Manitobas sowie der US-Bundesstaaten North Dakota, South Dakota und Montana umfasst. Allein in dieser Region, die vor allem durch die öl- und gasreiche ‚Bakken‘-Formation internationale Bekanntheit erlangt hat, werden ca. 23-24 Mrd. bbl an abbaubaren Ölressourcen vermutet.

Saskatchewans Rohölvorkommen zeichnen sich durch ihre vergleichsweise geringe Tiefe, eine klar definierte Geologie sowie sehr gute Zugangsmöglichkeiten aus. Allerdings gelten bislang nur etwa 13 % der insgesamt rund 51,1 Mrd. bbl an konventionellen Ressourcen als wirtschaftlich abbaubar. Zudem besteht etwa die Hälfte der bekannten Reserven von ca. 1,16 Mrd. bbl aus Schweröl. Den sog. ‚erweiterten Förderverfahren‘ (‚Enhanced Oil Recovery‘ = EOR), wie etwa dem Einpressen von Wasserdampf, Kohlendioxid oder Chemikalien in bereits erschlossene Quellen, kommt hier daher eine besondere Bedeutung zu.

Die ebenfalls vorhandenen Erdgasvorkommen, die sich vor allem im äußersten Westen sowie im Süden Saskatchewans befinden, fallen zwar mit rund 283 Mrd. m³ an theoretisch abbaubaren Ressourcen vergleichsweise gering aus, spielen aber dennoch für den Eigenverbrauch der Provinz, z.B. im Rahmen der Schwerölaufbereitung oder der Düngemittelherstellung, eine große Rolle. Zudem können sie – wie auch die Ölvorkommen – relativ oberflächennah und damit kostengünstig gewonnen werden. Darüber hinaus gelten sie überwiegend als ‚trocken‘ und ‚süß‘, d.h. flüssiggas- und schwefelarm, so dass der Aufbereitungsaufwand gering ist, was ebenfalls die Kosten niedrig hält. Neben konventionellen Vorkommen findet man in Saskatchewan auch zahlreiche unkonventionelle Lagerstätten mit Schiefer- oder Kohlegasen.

Saskatchewans Öl- und Erdgasförderung erfolgt in vier Hauptregionen. Hierzu zählt zum einen die Gegend um die Grenzstadt Lloydminster im Nordwesten der Provinz, wo man in den Gesteinsschichten der sog. ‚Mannville-Gruppe‘ in erster Linie auf Schweröl stößt, das eine hohe spezifische Dichte sowie einen hohen Anteil an Asphalt, Schwermetallen, Schwefel und Stickstoff aufweist. Bereits seit 1945 wird in der Region dieses besondere Öl gefördert. Darüber hinaus wurden hier aber auch verschiedene Erd- und Kohlegasvorkommen nachgewiesen. Nördlich des ‚Clearwater River‘ befinden sich zudem auf einer Fläche von ca. 27.000 km² Teersand-Vorkommen in einer Größenordnung von 1,2 bis 2,3 Mrd. bbl, die als Erweiterung von Albertas berühmten ‚Athabasca‘-Teersanden gelten. Eine Erkundung dieser Vorkommen findet zwar schon seit den 1970er Jahren statt, eine kommerzielle Förderung erfolgte bislang allerdings nicht.

Die zweite wichtige Förderregion befindet sich etwas weiter südlich, rund um die Ortschaft Kindersley. Hier stößt man hauptsächlich auf Leichtöl, dass aus der sog. ‚Viking‘-Formation stammt. Diese erstreckt sich von Alberta bis in den Westen Zentral-Saskatchewans und wird schon seit den 1950er Jahren ausgebeutet. In einer Tiefe von 560 bis 780 m wurden bislang rund 2,3 Mrd. bbl an förderfähigen Ölressourcen nachgewiesen. In den letzten Jahren sorgten vor allem Horizontalbohrungen und das als ‚Fracking‘ bezeichnete Aufbrechen ölführender Gesteinsschichten durch Einpressen von Flüssigkeiten für eine Wiederbelebung der zuletzt ein wenig vernachlässigten Region.

Noch etwas weiter südlich, in der Nähe des 15.000-Einwohner-Städtchens Swift Current, liegt das dritte große Förderareal Saskatchewans, in dem man in den verschiedenen Schichten der ‚Shaunavon‘-Formation sowohl auf Medium- und Schweröl als auch auf Erdgas trifft. Auch hier wurde schon in den 1950er Jahren mit der kommerziellen Förderung begonnen. Seit 2007 wurden in der Gegend mehr als 1.000 Horizontalbohrungen niedergebracht und über 30 Mio. bbl Rohöl gewonnen.

Die vierte und in jüngster Zeit wohl bedeutendste Förderregion befindet sich im Südosten der Provinz, im Einzugsbereich der Kleinstädte Weyburn und Estevan. Dort trifft man im nördlichen Teil des ‚Williston‘-Beckens, wo auch Saturn Minerals seine Liegenschaften betreibt, auf die bereits erwähnte ‚Bakken‘-Formation, in der überwiegend Leichtölvorkommen lagern. Der Einsatz neuer Fördertechnologien sorgte hier seit 2005 für einen massiven Produktionsanstieg. Allein 2014 wurden in der Region fast 70.000 bbl pro Tag gefördert, was einem Anteil von 14 % an der Gesamtproduktion der Provinz entsprach. Der kanadische Teil der ‚Bakken‘-Formation zeichnet sich dabei im Vergleich zur bekannteren und bislang noch deutlich produktiveren US-Sektion durch geringere und somit kostengünstigere Bohrtiefen aus. Langfristig bietet die darunterliegende ‚Torquay‘-Formation mit ihren rund 3,7 Mrd. bbl an geschätzten abbaubaren Ressourcen noch weiteres Entwicklungspotential.

Um das Jahr 2011 erwarb Saturn Minerals umfangreiche Öl- und Gasgebiete mit einer Fläche von 1.525 km². Diese Gesamtfläche teilt sich in die beiden Projekte ,Little Swan' (1.028 km²) und ,Bannock Creek' (497 km²) auf, die rund um die Stadt Hudson Bay, liegen. In diesem bislang noch weitestgehend unerforschten Gebiet spielt Saturn eine Vorreiterrolle und will neue Erdölsysteme im nördlichen Williston Basin identifizieren. Die Infrastruktur um das Gebiet ist mit Bahnstrecken, einem Straßennetz und ländlichen Wirtschaftswegen bereits gut ausgestattet.

Im Jahr 2013 erreichte die Ölproduktion in Saskatchewan mit 177,9 Mio. bbl einen neuen Rekordstand. Insgesamt waren in dem Jahr provinzweit rund 29.900 Quellen in Betrieb. Rund 40 % der Förderung stammte dabei aus der Region um Weyburn und Estevan, ein Drittel war Schweröl aus der Gegend um Lloydminster, 15 % kamen aus dem Raum Kindersley und etwa 10 % aus den Ölfeldern um Swift Current. Die Erdgasförderung betrug ca. 5,5 Mrd. m³ und erfolgte aus mehr als 17.700 Quellen. Zudem wurden rund 4 Mio. bbl an Flüssiggasen wie Propan oder Butan gewonnen.

2014 wurden 3.657 Ölquellen neu erschlossen, davon mehr als drei Viertel durch horizontale Bohrungen. Die Zahl neuer Gasförderanlagen ging hingegen weiter zurück. Während es 2008 noch über 1.000 Gasquellen waren, die in Saskatchewan erstmals in Betrieb gingen, kamen 2014 lediglich 8 neue hinzu.

Interessenten klopften bei Saturn an, und wollten sich beteiligen. Daraufhin beschloss das Unternehmen, gemeinsam mit einem Team von erfolgreichen Öl-Experten dieses Gebiet nun im Farm-In-Abkommen mit einer Aufteilung 50:50 zu erkunden, d.h. wenn der Farm-In Partner seinen 50 %igen Zahlungsverpflichtungen nachkommt, dann erhält dieser auch 50 % vom Erfolg. Saturn profitiert durch diese Partnerschaft, denn dadurch wird das Risiko auf mehre Schultern verteilt und Know-how kostengünstig eingeworben. Umfangreiche Seismik-Programme wurden bereits durchgeführt und mittlerweile die größte seismische Datenmenge in der Region angesammelt. Hierbei wurden ähnliche Strukturen entdeckt wie bei dem rund 250 km entfernten Tyvan-Ölfeld. Das Tyvan-Ölfeld beherbergt rund 15 Mio. Barrel förderbares Leichtöl und ist bereits in Produktion. Derzeit werden dort ca. 150 Barrel Öl pro Tag und Bohrloch gefördert.

Saturn Minerals hat bei den konventionellen Öl-Gebieten, laut Experten, Produktionskosten von nur rund 20 USD pro Barrel. Dies bietet dem Unternehmen auch bei den zuletzt niedrigen Ölpreisen noch Puffer für Gewinn.
Bitte vergessen Sie nicht den zweiten Teil, den wir für Freitag den 13.02.2015 planen.

Viele Grüße
Ihr
Jörg Schulte

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