Während die Energienachfrage weiter steigt und immer mehr Kraftwerke gebaut werden und ans Netz gehen, oder wie im Fall Japan wieder in Betrieb genommen werden, verknappt sich das Angebot auf der anderen Seite. Diese Verknappung könnte sich laut dem Investmenthaus Raymond James bereits dieses Jahr drastisch verschärfen.

Die Ursachen dafür sind für die Experten schnell ausgemacht. Während BHP´s ,Olympic Dam'-Mine mit erheblichen Stromausfällen und technischen Problemen zu kämpfen hat, die dringlichst Repariert werden müssen, wurde die zu Rio Tinto gehörende ,Rössing'-Mine bei einem Brand stark beschädigt. Der Großbrand war in der finalen Produktgewinnungsanlage auf dem Minengelände der Uranmine entstanden.

Aufgrund der anhaltenden Probleme und anstehenden Reparaturarbeiten, auf der ,Olympic Dam'-Mine, die bis zu sechs Monate dauern könnten, sehen die Analysten einen Produktionsrückgang von über 30 % auf 6 Mio. Pound U3O8. Für die ,Rössing'-Mine erwarten die Analysten nur noch eine Jahresproduktion von 4,5 Mio. Pound U3O8. Im Jahr 2014 waren diese beiden Minen noch Lieferanten für 13,32 Mio. Pound U3O8 oder 9 % der globalen Minenproduktion von 148 Mio. Pound U3O8. Für die Raymond James Analysten ist der Produktionsausfall der ,Olympic Dam'-Mine der schwerwiegendere Vorfall, wenngleich das Feuer der ,Rössing'-Mine das größere Schicksal sei, wobei aber Gott sei Dank keine Mitarbeiter verletzt wurden. ,Olypic Dam' ist nicht nur die größere Mine, sondern sei auch deshalb gewichtiger, da BHP den Großteil seines Materials über den Spotmarkt verkaufe. Rio Tinto hingegen verkaufe sein Uran durch hochpreisige langfristige Lieferverträge. Ob diese aufgrund des Feuers erfüllt werden können bleibt noch abzuwarten. Sollten die Lieferverträge aus eigenem Material nicht erfüllt werden, könnte das Unternehmen gezwungen sein Material über den Spotmarkt zuzukaufen. Dies ist von der Ausfallzeit der ,Rössing'-Mine abhängig.

Aufgrund dieser nicht kalkulierbaren Ereignisse gehen die Analysten von einem steigenden Spotpreis aus, der das strahlende Metall von derzeit rund 38 USD pro Pound auf über 40 USD pro Pound hieven könnte. Bis vor diesen Ereignissen rechnete das Analystenhaus eigentlich erst zum 2. Quartal mit anziehenden Uranpreisen. Aber aufgrund der sich geänderten Marktbedingungen sollten die Preise bereits deutlich früher zu steigen beginnen, so die Experten.

Zudem sei nach zwei Jahren fallender Notierungen langsam davon auszugehen, dass die Shortpositionen der Marktteilnehmer mal eingedeckt werden müssen. Auch die Verbraucherseite erhole sich wieder, da sich noch einige Reaktoren im Bau befinden, angefahren und wieder ans Netz genommen werden. So fährt Japan die ersten Reaktoren bereits im Juni hoch und bis zum Jahresende sollen weitere 4-8 Reaktoren wieder ans Netz gehen.

Auch China läute eine Renaissance in der Energiegewinnung ein und setze vermehrt auf Kernenergie. Bereits dieses Jahr sollen im Land der Mitte acht Reaktoren in Betrieb genommen werden. Die installierte Kapazität der Atomkraftwerke soll sich innerhalb der nächsten zwei Jahre verdoppeln.

Weiter positiv für Kernenergie wirke sich aus, dass China nicht nur selbst Reaktoren in Betrieb nimmt, sondern mittlerweile auch als Anlagenbauer zu wesentlich niedrigeren Investitionskosten im Vergleich zu Mitbewerbern auftritt.

Ebenfalls scheint sich der M&A Markt wieder zu beleben. Anfang Januar machte Uranerz mit der Energy Fuels Übernahme den Anfang. Gerüchten zufolge plant China den Kauf von Canadian Uranium Co.

Von solchen Ereignissen sollten andere Unternehmen profitieren können, so die Raymond Analysten. Auch hier sind die Profiteure schnell ausgemacht. Für sie bleiben die Top-Empfehlungen Fission Uranium, Dension Mines, und Ur-Energy.

Fazit:

Die momentane Situation scheint zweifelsohne eine interessante Konstellation zu sein. Sollte der Uranpreis wie von den Analysten erwartet kurzfristig weiter anziehen, so ist davon auszugehen, dass Unternehmen wie Fission Uranium (ISIN: CA33812R1091 / TSX: FCU – http://bit.ly/1yqv8wb -) davon überdurchschnittlich profitieren könnten. Mit ihrer erst kürzlich veröffentlichten Ressourcenschätzung sollte das Unternehmen ohnehin schon in den M&A Fokus gerückt sein. Das Unternehmen exploriert auch weiterhin mit Hochdruck, was bei weiteren guten Ergebnissen und steigenden Uranpreisen eine mögliche Übernahme nur teuer machen würde. Von daher könnten wir uns vorstellen, dass bei steigenden Uranpreisen Fission evtl. doch schneller übernommen wird als wir denken. Dies ist allerdings reine Spekulation der Redaktion.

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

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